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Deutsche Praxisklinikgesellschaft begrüßt CDU/CSU-Initiative zur Stärkung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum

Berlin, 02. Juli 2024 – Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft begrüßt den aktuellen Antrag der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag zur Stärkung der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Der Antrag, der am 25. Juni 2024 eingereicht wurde, unterstreicht die Notwendigkeit einer verbesserten und flächendeckenden medizinischen Versorgung, insbesondere unter Einbeziehung von Praxiskliniken.

Der Deutsche Bundestag erkennt an, dass die heterogene Bevölkerungsverteilung in Deutschland erhebliche Herausforderungen für die Sicherstellung einer adäquaten medizinischen Versorgung darstellt. Insbesondere der demographische Wandel und der anhaltende Fachkräftemangel verschärfen die Situation, wodurch vor allem ältere Menschen betroffen sind.

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft sieht in der verstärkten Unterstützung und Integration von Praxiskliniken einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung im städtischen und vor allem im ländlichen Raum. Praxiskliniken bieten flexible und patientennahe Versorgungslösungen, die den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht werden.

„Wir begrüßen die deutliche Unterstützung der CDU/CSU-Fraktion für Praxiskliniken. Diese Einrichtungen spielen eine wesentliche Rolle bei der Sicherstellung einer hochwertigen medizinischen Versorgung im ländlichen Raum. Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen können wir die Versorgungssituation nachhaltig verbessern und den Zugang zu medizinischen Leistungen für die Bevölkerung sichern“, sagt Stefan Elmshäuser, Geschäftsführer der Deutschen Praxisklinikgesellschaft.

Zentrale Maßnahmen und Forderungen des Antrags in Kürze:

  1. Kostensteigerungen und Inflation berücksichtigen: Schnellere Anpassung der Finanzierung ambulanter Leistungen.
  2. Entbudgetierung umsetzen: Besonders mit Fokus auf ländliche Regionen und Förderung der Arztniederlassungen.
  3. Niederlassungsförderung: Anpassung der Bedarfsplanungs-Richtlinie und Flexibilisierung der Niederlassungsvorgaben.
  4. Notfallversorgung verbessern: Erreichbarkeit von Krankenhäusern und Weiterbildung an kleineren Klinikstandorten.
  5. Zugang zum Medizinstudium: Anpassung der Zulassungsregelungen zum Medizinstudium, z.B. Ärztestest.
  6. Anreize für Gesundheitspersonal: Schaffung von Anreizen für pensionierte Ärzte und Gesundheitspersonal zur weiteren Tätigkeit.
  7. Bürokratische Entlastung: Reduktion von bürokratischen Belastungen für behandelnde Ärzte.
  8. Dokumentationspflichten überprüfen: Abbau von Bürokratie durch Überprüfung und Reduktion unnötiger Vorschriften.
  9. Vermeidung von Doppelstrukturen: Verzicht auf geplante Doppelstrukturen wie Gesundheitskioske.
  10. Digitalisierung vorantreiben: Zielgerichtete Maßnahmen zur Verbesserung der Digitalisierung im Gesundheitswesen.
  11. Telemedizin fördern: Ausbau der Telemedizin als ergänzendes Mittel zur ärztlichen Versorgung.
  12. Digitale Lösungen einführen: Entlastung der Ärzte durch Einführung weiterer digitaler Lösungen.
  13. Modellprojekte ausweiten: Integration von Modellen wie AGnES flächendeckend im ländlichen Raum.
  14. Berufsausbildungsreform: Neuregelung der Ausbildung und Berufsordnung für medizinische Fachangestellte.
  15. Förderung von Apothekenneugründungen: Erarbeitung von Fördermaßnahmen für Apotheken in unterversorgten Gebieten.
  16. Ambulantisierung vorantreiben: Mehr ambulante statt stationäre Leistungen, um Kosten zu sparen.
  17. Weiterbildung intensivieren: Stärkere Betonung der ambulanten Weiterbildung von Ärzten und Psychotherapeuten.
  18. Unterstützung für Praxiskliniken: Verbesserung der Versorgungssituation durch Praxiskliniken.
  19. Hausarzttarif einführen: Verpflichtung der Krankenkassen zur Einführung eines kostengünstigen Hausarzttarifs.
  20. Prozess-orientiertes Behandlungssystem: Verankerung eines Systems, das stufenweise nach Dringlichkeit behandelt.
  21. Social Prescribing: Sensibilisierung für Behandlungsmöglichkeiten außerhalb des Gesundheitssystems.
  22. Pflegeinfrastruktur ausbauen: Planung und Entwicklung von Kurzzeit-, Langzeit-, Tages- und Nachtpflegeangeboten.
  23. Pflegestützpunkte ausbauen: Ausbau örtlicher Pflegestützpunkte und Netzwerke aus Ehrenamt oder Nachbarschaftshilfen.
  24. Barrierefreie Gesundheitsversorgung: Ermittlung des aktuellen Stands und Prüfung weiterer Maßnahmen.
  25. Aktionsplan für inklusives Gesundheitswesen: Fokus auf barrierefreie Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.

Kurzvorstellung der Deutschen Praxisklinikgesellschaft

Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) ist der führende Verband für Praxiskliniken in Deutschland. Unsere Mission ist es, die Rolle und Bedeutung von Praxiskliniken in der medizinischen Versorgung zu stärken und weiterzuentwickeln.

Wir setzen uns dafür ein, dass Praxiskliniken als flexible und patientennahe Versorgungseinrichtungen einen zentralen Beitrag zur Gesundheitsversorgung leisten, insbesondere auch im ländlichen Raum.

Unsere Hauptaufgaben:

  • Interessenvertretung: Wir vertreten die Interessen von Praxiskliniken gegenüber Politik, Verwaltung und der Öffentlichkeit.
  • Fachliche Unterstützung: Wir bieten unseren Mitgliedern umfangreiche Unterstützung in rechtlichen, organisatorischen und fachlichen Belangen.
  • Weiterbildung und Qualitätssicherung: Wir fördern die kontinuierliche Weiterbildung und Qualitätssicherung in Praxiskliniken.
  • Innovationsförderung: Wir unterstützen die Einführung und Umsetzung innovativer Versorgungskonzepte und Technologien.

Mit einem breiten Netzwerk aus Mitgliedskliniken und Partnern arbeiten wir daran, die Gesundheitsversorgung in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten und sicherzustellen, dass alle Menschen, unabhängig von ihrem Wohnort, Zugang zu hochwertiger medizinischer Versorgung haben.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.praxisklinikgesellschaft.de.