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Leerer Krankenhausflur

„Das System ist am Ende“ – Praxiskliniken zeigen, wie es weitergehen kann

Pressemitteilung

„Das System ist am Ende“ – Praxiskliniken zeigen, wie es weitergehen kann

Berlin, 9. Oktober 2025 – Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft e. V. (PKG) begrüßt die klare Analyse der CDU-Gesundheitspolitikerin Simone Borchardt: Ja – das System ist am Ende. Doch anstatt in Resignation zu verfallen oder Schuldige zu suchen, braucht es jetzt konsequente Taten und einen realistischen Blick auf funktionierende Versorgungsmodelle. Praxiskliniken und ambulante OP-Zentren sind dabei ein entscheidender Teil der Lösung.

„Wer von tiefgreifenden Strukturveränderungen spricht, muss endlich den Mut haben, ambulante Leistungsträger gleichberechtigt einzubeziehen“, betont Stefan Elmshäuser, Geschäftsführer der PKG. „Die Ambulantisierung scheitert nicht an den Ärztinnen und Ärzten, sondern an überholten Strukturen, fehlenden Investitionsmitteln und einem Vergütungssystem, das stationäre Leistungen bevorzugt.“

Während Borchardt die schleppende Umsetzung der Ambulantisierung kritisiert, zeigt die Realität, dass hunderte Praxiskliniken in Deutschland längst das leisten, was politisch gefordert wird: kurze Wege, sektorübergreifende Zusammenarbeit und patientennahe Versorgung – wirtschaftlich tragfähig und qualitativ hochwertig.

„Wenn 90 Prozent der Eingriffe in Deutschland noch stationär erfolgen, liegt das nicht an der Unwilligkeit der Ärzteschaft, sondern an den fehlenden Rahmenbedingungen. Praxiskliniken beweisen täglich, dass es anders geht – unbürokratisch, effizient und im Sinne der Patientinnen und Patienten“, so Elmshäuser.

Die PKG fordert

  1. Faire Vergütung ambulanter Eingriffe inklusive Sachkosten, IT-Sicherheit, Investitionskosten und Personalaufwand.
  2. Einen klaren gesetzlichen Rahmen für sektorenübergreifende Versorgungseinheiten, in denen krankenhaus- und privatwirtschaftlich geführte Praxiskliniken gleichberechtigt vertreten sind.
  3. Bürokratieabbau statt zusätzlicher Berichtspflichten, um mehr Zeit für Patientenversorgung zu schaffen.

„Wir brauchen weniger Symbolpolitik und mehr Systemlogik“, so Elmshäuser weiter. „Statt neue Begriffe wie ‚Primärarztsystem‘ zu erfinden, sollte die Politik die bestehenden funktionierenden Strukturen stärken. Praxiskliniken sind kein Randphänomen, sondern das Rückgrat einer modernen, patientenzentrierten Medizin.“

Über die Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG)
Die Deutsche Praxisklinikgesellschaft e. V. ist die bundesweite Interessenvertretung der Praxiskliniken. Sie setzt sich für faire Vergütung, gleiche Rahmenbedingungen und die politische Anerkennung ambulanter Spitzenmedizin ein.

Kontakt: Deutsche Praxisklinikgesellschaft (PKG) e. V., c/o Praxisklinik Charlottenburg, Bismarckstraße 45–47, 10627 Berlin · elmshaeuser@pkgev.de